Ende
Gelände
2018


Kohle stoppen. Klima schützen.

Freund*innen

Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit unserer Sache gemein machen möchten, können unseren Aufruf unterzeichnen.

Gruppen, die uns nicht direkt unterstützen möchten oder können, aber unsere Ziele teilen, können sich mit uns solidarisch erklären.

Unterstützer*innen

Die folgenden Personen oder Gruppen haben den Aufruf unterzeichnet:

Gruppen

350.org | AG Klimawandel und Gesundheit der Kritischen Mediziner*innen Deutschland | Aktion Agrar | Aktionsbündnis für den Frieden Südwestfalen | Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) | Animal Climate Action | Ansbach umgedacht e.V. | attac Berlin | attac Deutschland | attac Österreich | ausgeCO2hlt | Beats Against Coal | Bewegungsstiftung | BI Pro Pödelwitz | Bündnis Pödelwitz bleibt | Bürgerinitiative “Saubere Umwelt & Energie Altmark | BUNDjugend NRW | BUND Sachsen| campus:grün Köln | Climate Collective (DNK) | Code Rood (NL) | Die LINKE Duisburg | Die Linke.SDS (Bundesverband) | EcoMujer e.V. | einleuchtend e.V. | Eine Welt Netz NRW | Ernährungssouveränität in Bewegung | FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. | fossil-free.ch Schweiz | Förderverein Wachstumswende e.V. | Gängeviertel e.V. | Gastivist Collective | gegenstrom Berlin | gegenstrom Hamburg | Gewerkschafter*innen für Klimaschutz | GroenFront!(NL) | Grüne Jugend (Bundesverband) | Hamburger Energietisch | Internationale Sozialistische Organisation (ISO)| Interventionistische Linke | IPPNW Gruppe Hannover| Kampagne gegen Tierfabriken | KlimaAktion Mainz | Klimaallianz | Klimacamp Leipziger Land | Klimaforum Detmold | KlimaKollektiv | Klima Kollektiv Oldenburg | Klimavernetzung Ruhr | Kolumbienkampagne Berlin | Kommune Waltershausen | Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig | Kritische Mediziner*innen Bonn | LabourNet Germany | Lausitzer Energie- und Klimacamp| Lateinamerika Nachrichten | Leave it in the Ground Initiative (LINGO) | LinksGrünVersifft HU Berlin | Linksjugend `solid | Linksjugend ‘solid Siegen | Linksjugend’solid NRW | Mouvement ECOLO (BEL) | Movement Support Team für die Fossil Free Kampagne | Netzwerk Ökosozialismus | noborder ffm | ria HU Berlin | SDS Duisburg Essen | Staepa Berlin | System Change not Climate Change (AT) | The Corner House (UK) | Tierbefreiung Hamburg | Ung Vänster (young left of sweden) | UniSolar Potsdam e.V. | Utrecht Fossielvrij (NL) |YASunidos

Einzelpersonen

Alberto Acosta (Ecuador, Emeritus der Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales) | Marco Böhme (Stellv. Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im sächsischen Landtag) | Helmut Born (Gewerkschaftspolitischer Sprecher des Landesvorstand DIE LINKE.NRW), Ulrich Brand (Professor Universität Wien) | Sylvia Gabelmann (Stv. Landessprecherin, DIE LINKE.NRW) |Georg Kösseler (Sprecher vom Bündnis 90 Die Grünen für Klima- und Umweltschutz im Abgeordnetenhaus von Berlin) | Edgardo Lander (professor at the Central University of Venezuela) | Nelsy Lizarazo (Präsidentin von Pressenza, Ecuador) | Miriam Lang (Professorin Universidad Andina Simón Bolívar, Quito) | Markus Wissen (Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt sozial-ökologische Transformationsprozesse HWR Berlin) | Dr. Bruno Kern (Autor und Referent des Netzwerks Ökosozialismus) | Prof. Dr. Niko Paech (Postwachstumsökonom Universität Siegen) | Professor Dr. Clive L. Spash (Professor WU Vienna University of Economics and Business)

Wenn ihr als Gruppe/Organisation den Aufruf unterstützen wollt, schreibt an mobi@ende-gelaende.org

 


Solidaritätserklärung mit dem Protest gegen die Kohleverstromung im Oktober 2018

Die Ziele des Pariser Abkommens können ohne Kohleausstieg nicht erreicht werden.

Die Regierungen dieser Welt haben in Paris beschlossen: Der Großteil der fossilen Energien muss im Boden bleiben. Denn die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist die Hauptursache der globalen Klimakrise. Sie verursacht Dürre und Hunger, Artensterben, Wetterextreme und Überflutungen. Millionen Menschen, besonders im Globalen Süden, bedroht der Klimawandel schon heute in ihrer Existenz und zwingt sie zur Flucht.

Ob es wirklich einen Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik gibt, entscheidet sich auf der nationalen Ebene der Länder, die historisch wie aktuell die größten Verursacher der Klimakrise sind. Ein zügiger Kohleausstieg in Deutschland ist eine der Voraussetzungen dafür, dass die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad bzw. 1,5 Grad begrenzt werden kann, wie es die Weltgemeinschaft mit dem Pariser Abkommen festgelegt hat. Doch Deutschland versagt beim Klimaschutz: Die Bundesregierung droht am Klimaziel für 2020 zu scheitern, weil sie den Kohleausstieg seit Jahren hinauszögert. Statt endlich das Aus für die dreckige Kohle zu beschließen, schiebt sie die Entscheidung darüber in eine Kommission ab – und lässt die Schlote weiter qualmen. Und RWE heizt die Krise noch weiter an: Der Energiekonzern will ohne Not den Hambacher Wald roden und das wertvolle Habitat für den Tagebau opfern. Dabei ist völlig klar: Eine glaubwürdige Politik gegen den Klimawandel setzt voraus, dass die Braunkohle unter dem Hambacher Wald im Boden bleibt.

Gegen die zerstörerische Braunkohle wehren sich seit langer Zeit Menschen vor Ort ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen. Sie fordern einen nachhaltigen Strukturwandel für
die Kohlereviere und zukunftsfähige Arbeitsplätze statt Kohleindustrie, denn eines ist sicher: Die Kohleverstromung hat keine Zukunft! Gleichzeitig verstehen sich immer mehr Menschen als Teil einer globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit. Denn sie halten es für falsch, dass wenige Menschen von dem mit Hilfe fossiler Energien erzeugten Wohlstand profitieren, viel mehr Menschen aber unter den durch ihre Emissionen verursachten Klimawandelfolgen leiden. Weltweit finden Proteste gegen fossile Infrastruktur statt.

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, sind erschüttert über die Politik des Wegschauens und
die existenzielle Gefährdung von weltweit Millionen Menschen durch den Klimawandel. Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen.

Der Konsens der Kampagne „Ende Gelände“ betont Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten und schließt die Zerstörung von Infrastruktur und eine Gefährdung von Menschen durch die Aktion
aus. Ziviler Ungehorsam gegen existenzielle Gefahren und Missstände hat eine lange und bedeutende demokratische Tradition. So würde es ohne den – auch ungehorsamen – Widerstand gegen Atomkraft keinen Atomausstieg geben. Die entschlossene, aber friedliche Aktion “Ende Gelände” in den vergangenen Jahren hat diese Tradition eindrucksvoll aufgenommen.

„Ende Gelände“ ist ein aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie, für den globalen Erhalt der Umwelt und für gelebte Solidarität mit unseren Mitmenschen weltweit, insbesondere denen, die schon heute von der Klimakrise bedroht sind. Daher erklären wir uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle.

Unterzeichnende Organisationen:

  • Bayern Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz
  • BBI Bündnis der Bürgerinitiativen – Kein Flughafenausbau – Für Nachtflugverbot
  • BüfA – Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien Regensburg
  • BürgerBegehren Klimaschutz
  • buko
  • BUND
  • BUNDjugend
  • campact!
  • FIAN Deutschland
  • INKOTA netzwerk e.V.
  • konzeptwerk neue ökonomie
  • NaturFreunde Deutschlands
  • OXFAM Deutschland
  • PowerShift
  • Robin Wood
  • Umweltinstitut München e.V.
  • urgewald