Ende
Gelände
2022


Chrońmy klimat. Zatrzymajmy węgiel.

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Pressemitteilung vom 28.05.2025

++ Ende Gelände Massenaktion starten morgen +++ Aktionsbündnis kündigt zivilen Ungehorsam gegen den Gasausbau an ++

Hamm, 28.05.26

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Ende Gelände ab dem morgigen Tag massenhaften zivilen Ungehorsam angekündigt. Die Proteste des Aktionsbündnisses richten sich gegen die Pläne der Bundesregierung, 20 neue Gaskraftwerke zu bauen. Ende Gelände knüpft mit diesem Protest gegen fossile Energieträger an seine großen Blockadeaktionen in Braunkohlegruben und an LNG-Terminals an.

Tomke Jansen, Sprecherin von Ende Gelände:

„Gas ist in jeder Hinsicht eine Risikotechnologie: Gas ist ein Klimakiller und Brandbeschleuniger für ökologische und soziale Zerstörung! Gas ist die teuerste Art, Strom zu erzeugen. Gas macht uns abhängig und erpressbar von Autokraten – früher Putin und nun Trump. Genauso abhängig werden wir von Energiekonzernen, die für private Profite die Preisspirale immer weiter eskalieren lassen. Gas verteilt Reichtum von unten nach oben! Dafür zahlen wir nicht länger. Wir wollen selbst entscheiden, wie und für wen Energie erzeugt wird und kämpfen für eine Vergesellschaftung der Energiekonzerne!“

Zum Camp und den Aktionstagen kommen auch rund 500 international angereiste Aktivist\*innen. Darunter auch Ina-Maria Shikongo, die sich gegen Öl- und Gasförderung im Kavango-Becken in Namibia einsetzt:

„Es ist zutiefst heuchlerisch, fossiles Gas als „natürlich“ zu vermarkten. Seine Förderung bedroht Ökosysteme wie das Kavango-Becken, aus dem sich das Okavango-Delta speist und erhält. Unser Wasser, unser Erbe, unsere Gemeinschaften und unsere Zukunft werden für kurzfristigen Profit geopfert Gleichzeitig werden koloniale Ausbeutungsmodelle fortgeführt, anstatt auf Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit zu setzen.”

Juan Pablo Gutiérrez, Klimagerechtigkeits- und Menschenrechtsaktivist aus Argentinien und Delegierter der indigenen Yukpa-Community, wies auf die Zusammenhänge fossiler Energieträger mit den aktuellen Tendenzen zur starken Militarisierung hin:

„Militarisierung und Rohstoffraub sind zwei Gesichter derselben Logik: Die Kontrolle von Gebieten, die Sicherung von Ressourcen und die Herrschaft über das Leben durch Angst. Während Wälder brennen und ganze Gebiete austrocknen, stellen europäische Regierungen nun weiter Milliardenbeträge für die militärische Aufrüstung und neue Energieprojekte bereit. Es wird aber keinen Frieden geben, solange die Weltwirtschaft weiterhin auf Energieausbeutung und Machtkonkurrenz ausgerichtet ist.“

Auch lokale Akteur\*innen sind bereits seit vielen Jahren im Widerstand gegen fossile Gasprojekte. Darunter auch Jürgen Blümer, langjähriges Mitglied verschiedener Klimabündnisse und Mitorganisator des Hammer Klimacamps:

„Die Menschen hier in Hamm haben immer wieder erlebt, wie kurzfristige Interessen fossiler Konzerne über ihre Lebensrealität gestellt wurden. Als lokale Initiativen haben wir bereits vor 10 Jahren erfolgreich Gasbohrungen verhindert und damit gezeigt, dass wir für eine andere Energiezukunft einstehen. Diesen vielfältigen und bunten Protest führen wir auch jetzt fort und werden als breites Bündnis Katherina Reiches Plänen einen Strich durch die Rechnung machen!”

Ende Gelände ist ein Aktionsbündnis für Massenaktionen für Klimagerechtigkeit, an denen sich tausende Menschen beteiligen. In den letzten Jahren hat das Bündnis immer wieder regional gegen den Ausbau von Gasinfrastruktur protestiert, beispielsweise gegen den Bau der LNG Terminals in Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Sassnitz auf Rügen sowie zuletzt gegen einen Gasbohrturm im bayerischen Reichling. Im Ruhrgebiet, wo bereits fünf neue Gaskraftwerke angekündigt wurden, setzt Ende Gelände diesen Widerstand nun mit gebündelten Kräften fort. Das Bündnis mobilisiert seit 2022 erstmals wieder bundesweit für eine groß angelegte Massenaktion.

Kontaktdaten:
Tomke Jansen +49 179 1560556 | Sprecherin von Ende Gelände
Fran Leitner: +49 1521 4512220 | Sprecher\*in von Ende Gelände

E-Mail: presse@ende-gelaende.org

Website von Ende Gelände: www.ende-gelaende.org

Den Aufruf zu der Aktion finden Sie hier:
Webseite: https://www.ende-gelaende.org/aufruf-2026/#m
Instagram: https://www.instagram.com/ende__gelaende/
Bluesky: bsky.app/profile/endegelaende.bsky.social

Auf dem Ende Gelände flickr Account finden Sie Fotos von vergangenen Aktionen. Bei Interesse an einer Nutzung wenden Sie sich bitte an die dort verlinkten Fotograf\*innen:
https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/albums