Pressemitteilung vom 28.10.2018 um 15:30 Uhr

Fazit: Größte Aktion zivilen Ungehorsams gegen Kohle +++ “Kohlegruben des Rheinischen Reviers sind Symbole der Klimabewegung geworden”

6.500 Menschen beteiligten sich am Wochenende an der bisher größten Aktion zivilen Ungehorsams gegen Braunkohleabbau. Mehrere tausend Aktivist*innen besetzten für über 24 Stunden die Gleise der Hambach-Bahn und blockierten damit den Tagebaubetrieb. Einige Aktivist*innen ketteten sich an den Schienen an und setzten damit die Besetzung fort. Sie werden zur Zeit noch von der Polizei geräumt.

„Die Kohlekommission hält krampfhaft an veralteten Energietechnologien fest. Sie will unsere Zukunft dem Gewinnstreben von Konzernen opfern. Mit unserer Aktion haben wir gezeigt: Damit wird sie nicht durchkommen! Die Mehrheit der Bevölkerung will jetzt sofort Kohlekraftwerke abschalten,“ so Karolina Drzewo, Sprecherin von Ende Gelände.

Selma Richter, Sprecherin von Ende Gelände: „Der Hambacher Forst und die Kohlegruben des Rheinischen Reviers sind Symbole der Klimabewegung geworden. Noch nie haben sich so viele Menschen mit zivilem Ungehorsam für wirksamen Klimaschutz eingesetzt.“

Das Bündnis Ende Gelände hatte wochenlang über eine Fläche für ein Protestcamp verhandelt. Ein erstes Camp wurde in einer nächtlichen Aktion von der Polizei geräumt. Auf dem zweiten Camp sammelten sich am vergangenen Freitag 4.500 Aktivist*innen. Insgesamt machten sich am Samstag 6.500 Aktivist*innen auf den Weg, um Braunkohle-Infrastruktur rund um den Tagebau Hambach zu blockieren um für den sofortigen Kohleausstieg zu protestieren. Eine kleine Gruppe besetzte in den frühen Morgenstunden des Samstags einen Kohlebagger, der für mehrere Stunden stillstand. 4.000 Aktivist*innen besetzten für über 24 Stunden die Schienen der Hambach-Bahn und blockierten damit die Belieferung der umliegenden Kraftwerke mit Braunkohle. Einige Aktivist*innen ketteten sich an den Schienen an. Entsprechend des Aktionskonsens verhielten sich die Aktivist*innen friedlich und ließen sich von Eskalationsversuchen seitens der Polizei nicht von ihren Vorhaben abbringen.

presse@ende-gelaende.org

Karolina Drzewo: 0049 152 04560800
Selma Richter: 0049 157 87414171

Fotos: https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/albums