Ultimatum für RWE

Ende Gelände stellt RWE ein Ultimatum für den Kohleausstieg! Bis zum 23. August 2017 bleibt RWE noch Zeit seine Tagebau zu schließen, die Kraftwerke abzuschalten und die Kohleverstromung einzustellen – verstreicht diese Frist ungenutzt, werden wir das übernehmen. Denn dann ist Ende Gelände!

Auf der heutigen Jahreshauptversammlung stellte Ende Gelände RWE ein Ultimatum für den Kohleausstieg. Wenn der Konzern bis zum 23. August nicht aus der Kohleverstromung aussteigt, werden wir den Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen. Ein Aktivist von Ende Gelände teilte den versammelten Aktionären und dem Vorstand von der Bühne herunter sehr deutlich mit, was wir von den Geschäften dieses Konzerns halten.

Ende Gelände setzt RWE Ultimatum from Ende Gelände on Vimeo.

„Wie Sie alle wissen, und da möchte ich ganz ehrlich sein, ist RWE ein Scheißkonzern. Das Geschäftsmodell ist nicht zukunftsfähig und ungerecht. Die Gewinne werden auf Kosten des Klimas erwirtschaftet, auf Kosten der Gesundheit von Menschen, v.a. im globalen Süden, auf Kosten zukünftiger Generationen. Damit überschreiten Sie rote Linien. Damit verletzen Sie Menschenrechte! Das Recht der Menschen, Ihren Wohnort zu wählen und zu behalten. Das Recht der Menschen auf ein Leben in Gesundheit und körperlicher Unversehrtheit. Das Recht auf ein Leben frei von Klimakatastrophen. Das Recht auf ein gutes Leben für alle, weltweit!

Die Kohleverstromung hat einen hohen Preis – zu hoch im Vergleich zu den schäbigen Konzerngewinnen. Schämen Sie sich nicht, für so viel Kosten so geringe Dividenden auszuschütten? Von denen nicht einmal Kommunen leben, sondern Manager profitieren?
Kohleverstromung ist ungerecht. Wir vom Bündnis Ende Gelände sind nicht gewillt, Ungerechtigkeit hin zu nehmen. Wir kämpfen für ein Klima der Gerechtigkeit. Das haben wir bereits mehrfach deutlich gemacht als wir mit tausenden Menschen Tagebaue und Kraftwerke blockiert haben. Da vergangene Aktionen nicht zu reichen scheinen, stellen wir heute ein Ultimatum: Werden Sie heute entscheiden, die Kohleverstromung einzustellen und bis zum 23. August 2017 die Tagebaue und Kraftwerke zu schließen?

Wenn Sie die Frist verstreichen lassen und bis zum 23. August die Tagebaue und Kraftwerke nicht stilllegen, werden andere es tun. Denn dann ist Ende Gelände.“