Hinweise für einen anti-rassistischen Umgang in der Ende Gelände Aktion 2026 im Ruhrgebiet
Liebe Ende Gelände Aktivisti,
nicht mehr lange und wir starten in unsere Aktion im Ruhrgebiet. Wie auch schon in früheren Jahren teilen wir vor der Aktion noch einige Hinweise zum Thema Anti-Rassismus.
Disclaimer: Wir sind keine Antirassismustrainer*innen oder Rassismusexpert*innen, sondern auch Aktivist*innen mit unterschiedlichen Hintergründen und Positionierungen. Falls ihr Anmerkungen oder Feedback habt, schreibt uns gerne eine E-Mail an redaktion@ende-gelaende.org (PGP) oder awareness@ende-gelaende.org (PGP).
Infos werden besonders die nächsten Tage noch an dieser Stelle aktualisiert!
Einlesen könnt ihr euch aber gerne auch schonmal mithilfe unserer Antirassistischen Broschüre für Aktivist*innen. (Die Broschüre gibt es auch auf Englisch und in Französisch)
1. EINLEITUNG
Seit ein paar Jahren werden zunehmend auch in mehrheitlich weißen (1) deutschen Klimagerechtigkeitsgruppierungen die Zusammenhänge zwischen der Klimakatastrophe und Rassismus erkannt und benannt. Diesen Prozess, der häufig durch solidarische Kritik von BIM_PoC (2) -Gruppen losgetreten wurde, gilt es zu stärken und weiterzuführen.
Für Gruppen innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung halten wir es für notwendig, die inhaltlichen Zusammenhänge von Rassismus und der Klima-Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Moderner Rassismus entstand als Ideologie, um die Versklavung und Ausbeutung von Nicht-weißen Menschen und dem Land auf dem sie leben zu legitimieren. Diese Ausbeutung hält bis heute an und das gewaltige Ausmaß dieser Zerstörung ist direkte Ursache der Klimakatastrophe.
Als Teil der deutschen Klimagerechtigkeitsbewegung ist es außerdem an uns, unsere eigene Verstrickung in dem Machtverhältnis Rassismus zu reflektieren und zu kritisieren und die weiße Dominanz zu hinterfragen. Das Bekämpfen von Rassismus geht Hand in Hand mit dem Verhindern des weiteren Ausbaus fossiler Infrastruktur und dem Kampf für eine klimagerechte Welt. Eine klimagerechte Welt kann nur auf einem antirassistischen Fundament gebaut werden, und dieses Fundament entsteht nicht aus dem Nichts.
Für ein solidarisches und antirassistisches Miteinander dürfen wir den kritischen Blick in unsere eigenen Strukturen nicht scheuen – gute Intentionen reichen nicht, unser Handeln ist was zählt.
2. AN WEISSE MENSCHEN
Der folgende Abschnitt richtet sich vor allem an weiße Menschen
Du denkst dir: das Ziel Klimagerechtigkeit ist schon alleine solidarisch? Wir denken: Machtverhältnisse, Ungerechtigkeit und Diskriminierung wirken auch in unseren Aktionen. Menschen sind in der Gesellschaft unterschiedlich privilegiert und unterschiedlich von Rassismus betroffen. Rassismus, welcher von BIM_PoC innerhalb der deutschen Klimagerechtigkeitsbewegung schon lange angesprochen wurde, wirkt auch in linksradikalen Strukturen (z.B. bei Ende Gelände). Ein Reflexionsprozess in Bezug auf Rassismus ist seit einiger Zeit auch bei Ende Gelände im Gange, gleichzeitig nehmen wir diesen Prozess nicht als vollendet wahr und sind uns bewusst, dass es ein längerer Weg ist, der auch langfristig verfolgt und mitgedacht werden muss.
Die meisten Ende Gelände Aktivisti besitzen weiße Privilegien. Dazu gehört, sich nicht über diese Privilegien bewusst zu sein und erst von anderen darauf hingewiesen werden zu müssen. Außerdem gehört dazu, (unbewusst) von sich auf andere zu schließen, also nicht mitzudenken, dass nicht alle Menschen diese weißen Privilegien haben. In Aktionen wird das z.B. sichtbar, wenn weiße Menschen rassistische Situationen nicht erkennen, oder nicht mitbekommen, dass für BIM_PoC eine größere Gefahr besteht, Repressionen zu erfahren.
Nachfolgend haben wir ein paar Hinweise zusammengeschrieben (nicht vollständig), damit sich alle Menschen in der Aktion und in der Klimabewegung wohler fühlen können:
1) Selbstreflexion
Ein Teil der Kritik von BIM_PoC an Ende Gelände ist, dass viele Menschen ihre weißen Privilegien bis jetzt nicht reflektieren. Also: beschäftigt euch mit (Anti)-Rassismus und eurem weißsein. Denn kritisch weißsein ist auch ein Teil von antirassistischer Praxis. Hinterfragt auch, wen ihr meint, wenn ihr von „Wir“ sprecht. Reflektiert auch Zuschreibungen, die ihr im Kopf habt.
Hier findet ihr eine kleine Sammlung von Links und Materialien zur Selbstreflexion, welche (vor allem) von BIM_PoC formuliert wurden.
Zusätzlich ergibt es Sinn (wenn auch Stand 2020) den Bogen zur individuellen- und Gruppenreflexion der Berliner Antira AG zu lesen, den ihr hier als PDF findet.
Die Links zu weiteren Büchern und Podcasts findet ihr weiter unten.
2) Kulturelle Aneignung
Ein Thema, auf das ihr stoßen werdet, ist kulturelle Aneignung. Dazu gibt es eine frühere und ausführlichere Erklärung von uns.
Ein Beispiel für die Bedeutung von kultureller Aneignung in der deutschen Klimabewegung ist, dass sich viele BIM_PoC nicht in einem Plenum oder einer Aktion wohlfühlen können, in der weiße Menschen sind, die Locks tragen. Wir verwenden das Wort ‚Locks‘, weil das Wort ‚Dreads‘ eine negative Assoziation hervorrufen kann. Oft haben diese weißen Menschen sich nicht damit beschäftigt, dass Locks ein Schwarzes Widerstandssymbol sind und es viele Schwarze Menschen verletzt, wenn weiße Menschen sich dieses Symbol aneignen. Oder sie haben sich damit beschäftigt, aber ignorieren es. Während Schwarze, die Locks tragen, mit Rassismus konfrontiert werden, behalten weiße Menschen auch mit Locks ihre Privilegien. Kulturelle Aneignung ist ein komplexes Feld und eng mit kolonialer Gewalt und Kapitalismus verbunden. Daher beschränkt sie sich nicht nur auf das Tragen von Locks. Wir wünschen uns, dass ihr euch mit kultureller Aneignung und ihrer Kritik auseinandersetzt, um koloniale Gewaltstrukturen nicht fortzuführen. Unten findet ihr Textempfehlungen, um euch weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
Hier findet ihr Hinweise zu unserem Umgang mit white locks auf dem Camp in Hamm. Im Awareness-Konzept wird dazu aufgefordert, Locks mit Tüchern oder Schlauchis zu bedecken.
3) Repression & Rassistische Polizeigewalt
BIM_PoC sind viel häufiger von Repression (3) und rassistischer Polizeigewalt betroffen. Bei Aktionen von Ende Gelände fühlen sich viele weiße Menschen von der Masse vor Repression geschützt. Rassistische Zuschreibungen machen das Risiko für BIM_PoC größer, auch in einer Masse aufzufallen und im Fokus der Polizei zu landen. Die Polizei ist eine rassistische Institution. Gemeinsam müssen wir Wege finden, sodass auch BIM_PoC sich in einer Masse geschützter fühlen können. Der erste Schritt kann als weiße Person sein, sich bewusst darüber zu werden, auch in einer großen Gruppe weiße Privilegien zu haben. Das ist nicht selbstverständlich. Da BIM_PoC häufiger von rassistischer Polizeigewalt betroffen sind, kann ees für sie schmerzhaft sein zu beobachten, wenn weiße Personen einen „freundschaftlichen“ Umgang mit der Polizei hegen. Bitte seid euch darüber bewusst, dass nicht alle Menschen so ein Verhältnis problemlos eingehen können. Im diesjährigen Aktionskonsens wird daher nochmal explizit dazu angehalten: „Da wir in einem diskriminierenden System leben, ist es wichtig, dass gesellschaftlich privilegierte Menschen ihr Verhalten reflektieren. Das gilt besonders, im Kontakt zur Polizei, welche ableistisch, rassistisch, queer-feindlich und sexistisch agiert.“ Sollte Kontakt zur Polizei aufgenommen werden, sollten die Motivation, die Haltung und das Ziel vorher nochmal überdacht und geprüft werden.
Wer Aktivismus betreibt, weiß, dass die Folge Repression sein kann. Wer Privilegien, wie gutverdienende Eltern und/oder einen gut bezahlten Job genießen kann, kann sich zum Beispiel auch sicher sein, dass die Kosten am Ende kein Problem sein werden. Solche Privilegien hängen oft mit weißen Privilegien zusammen, denn Rassismus ist häufig mit Klassismus verschränkt. Rassismus führt also strukturell oft dazu, dass Menschen der Zugang zu materiellen Ressourcen erschwert wird. Es gibt Gruppen, die solidarisch Menschen mit ihren Repressionskosten unterstützen. Damit sich nicht nur privilegierte Menschen Aktivismus „leisten“ können, müssen wir alle gemeinsam diese Strukturen stärken.
Auch, wenn wir als Aktivisti alle Repression befürchten müssen, ist es wichtig im Blick zu behalten, dass Menschen unterschiedlich stark von ihr betroffen sind und gegen diese Vorgehen können (z.B. Menschen mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus). Auch hier werden also gesellschaftliche Machtverhältnisse und Ungerechtigkeiten verstärkt.
4) Rechtsextremismus
In der Vergangenheit kam es auch bei Ende Gelände Aktionen (z.B. 2016 in der Lausitz) zu Einschüchterungsversuchen und Übergriffen von Nazis, die sich gegen die Aktion, die Menschen und das Camp richteten. Auch wenn die politische Situation rund um Hamm voraussichtlich eine andere ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch rechte Strukturen in diesem Gebiet Ende Gelände auf dem Schirm haben.
BIM_PoC-Aktivisti sind viel stärker von Nazis gefährdet als weiße Aktivisti. Das sollten sich auch weiße Menschen bewusstmachen und Strategien überlegen, wie sie sich in solchen Situationen verhalten können.
5) Solidarität
Auch als weiße, bzw. nicht-betroffene Person geht euch rassistische Gewalt etwas an. Dazu gehören nicht nur rassistische Polizeigewalt und andere körperliche Übergriffe, sondern z.B. auch verbale rassistische Situationen.
Solltet ihr sehen oder mitbekommen, dass BIM_PoC von rassistischer (Polizei-) Gewalt betroffen sind, bleibt nicht untätig. Es ist wichtig, immer zuerst die betroffene Person zu fragen, wie es ihr geht und was sie braucht. Denn es gibt nicht die eine Lösung. Möglichkeiten sind z.B. in der Nähe zu bleiben, die Situation zu beobachten, sich einzumischen, Aufmerksamkeit schaffen, den EA anzurufen, oder Unterstützung zu holen – falls die Person das möchte. Aber: alle Handlungen können bei Betroffenen eine unterschiedliche Wirkung haben und die Situation möglicherweise sogar schlimmer machen. Deshalb solltet ihr untereinander schon vorher über solche Situationen reden.
Auch wenn ihr eine verbal rassistische Situation, wie z.B. einen rassistischen Kommentar mitbekommt, verhaltet euch dazu. Auch weiße Menschen können lernen, Rassismus zu erkennen und tragen daher die Verantwortung, ihn zu benennen und zu kritisieren. Hier geht es nicht darum, BIM_PoC bzw. Betroffene zu bevormunden oder darum, dass sie sich nicht ohne eure Hilfe wehren können. Menschen können und wollen sich selbst verteidigen. Als weiße Person kannst du dich solidarisieren, sie also darin unterstützen und ihnen somit vielleicht den Rücken stärken. Auch hierfür gibt es nicht den einen Weg. Das hängt von der Situation und der betroffenen Person ab, aber auch von dir. Strategien kannst du aber nur entwickeln, wenn du damit anfängst und es ausprobierst.
6) Vorbereitung in Bezugsgruppen
Sprecht in euren Bezugsgruppen vorher über eure Ängste und die Risiken in der Aktion. Haltet das nicht nur allgemein, sondern sprecht darüber auch bezogen auf Rassismus. Es ist nicht die alleinige Verantwortung der Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, das ansprechen zu müssen, sondern eure gemeinsame Verantwortung. Privilegien könnt ihr einander nicht immer ansehen – also redet darüber! Es gibt auch andere Diskriminierungen, wie Klassismus, Sexismus oder Ableismus, die die Situation von Menschen in Aktionen und damit auch ihre Ängste und Sorgen beeinflussen können.
7) Zines zum Thema Anti-Rassismus
Auf dem Camp wird es von der Camp-Awareness zusätzlich Zines zu Anti-Rassismus geben. Spätestens hier bitten wir euch, euch nochmal ausführlicher damit zu beschäftigen. Außerdem gibt es jede Menge Materialien und Bücher, die ihr euch durchlesen und ausleihen könnt.
3. AN BIM_POC
Der folgende Abschnitt richtet sich besonders an BIM_PoC
Es gibt bereits viele Menschen, die sich mit den Themen, die wir hier schildern, beschäftigen, und sowohl nach widerständigen Strategien suchen, als auch welche aufbauen, wie z.B. Empowerment. Wir wissen, dass so eine Form von Arbeit, und besonders die, die von BIM_PoCs getragen wird, oft unsichtbar ist. Unser Anliegen liegt darin, genau diese Arbeit sichtbar(er) zu machen, um Solidarität praktisch umzusetzen und allen Verbündeten & Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu vernetzen. Wir denken nämlich, dass das eine Voraussetzung für BIM_PoC und marginalisierte Gruppen sein kann, an einer Aktion teilzunehmen.
Wir haben als AG wieder ein paar Sachen geplant und Infos eingeholt:
1. BIM_PoC Vernetzung
Es wird momentan noch überlegt, einen Signal-Channel zu erstellen, um BIM_PoC zu ermöglichen, sich vor der Aktion und auf dem Camp zu vernetzen, aber auch Wünsche und Bedürfnisse zu sammeln. Fortschritte dazu werden in den kommenden Tagen an dieser Stelle mitgeteilt.
2. BIM_PoC safer-space Zelt
Ein BIM_PoC safer space ist ein Ort, an dem Menschen, die Rassismuserfahrungen machen, sich treffen, verbünden und zurückziehen können. „Safer“, also „sicherer“ heißt der Ort, da weiße Menschen dort nicht willkommen sind und es ein geschützter Raum sein soll, um über Rassismuserfahrungen zu sprechen, bzw. sich davon zu erholen. Trotzdem können natürlich auch in so einem Raum blöde Sachen passieren, deswegen sagen wir nicht „safe (sicher) space“.
Es gibt drei selbstorganisierte Community-Zelte. Diese sind vor allem für marginalisierte Gruppen z.B. BIM_PoC, TINA+ Personen oder CIMND+ Gruppen als Safer Space gedacht. Bestimmten Gruppen stehen täglich Slots zur Verfügung, die im Vorfeld im Zeitplan festgelegt werden und einsehbar sind. Die Zeiträume zwischen diesen Slots können individuell von Gruppen reserviert werden. Zu diesen Zeiten wird das Zelt für Andere geblockt und ihr könnt den kompletten Raum für euch nutzen. Die Zelt-Slots können im Vorfeld über campawareness-hamm@systemli.org angemeldet werden oder ihr sprecht uns direkt auf dem Camp beim Awareness-Zelt an.
Wir sind mit verschiedenen Gruppen über dieses Angebot an Safer Spaces im Austausch, weshalb sich diese bis zum Camp auch noch verändern können. Informiert euch gerne nochmal beim Infopoint, wenn ihr auf dem Camp ankommt.
Neuigkeiten werden an dieser Stelle aktualisiert.
3. Mobile Unterstützung (BIM_PoC Shuttle) und Telefonnummer
Momentan wird auch an Shuttles noch gearbeitet, Infos folgen demnächst.
4. Awareness
Das Awareness-Organisations-Team (weiße FLNTA+ Personen) des Camps hat ein Awarenesskonzept ausgearbeitet, das ihr hier nachlesen könnt.
Ihr findet dort generelle Infos zu dem Angebot auf dem Camp, einen „Code of Conduct“, weiterführende Materialien, weitere Begriffserklärungen und die Positionierung.
Es kann sein, dass Menschen nicht viel Zeit haben, sich auf die Aufgabe vorzubereiten, bzw. es Lücken in Bezug auf einen Rassismus-sensiblen Umgang geben wird. Daher befürchten wir, dass viele Menschen die Awareness machen, nicht sensibilisiert für Rassismus sind. Wie in allen Ende Gelände Arbeitsgruppen würden wir auch davon ausgehen, dass hauptsächlich weiße Menschen als Awareness Ansprechpersonen da sein werden.
5. Unterstützung
Wenn ihr an der Aktion teilnehmt und rassistische Übergriffe erfahrt kann es hilfreich sein, sich an eine Beratungsstellen und an Solidarische Strukturen zu wenden. Die folgende Liste ist schon etwas älter, daher können wir nicht sicher sein, dass alle Links aktuell sind. Wir bemühen uns, diese zu aktualisieren, sind aber auch dankbar, über euer Feedback und weitere Stellenempfehlungen.
Dies sind Stellen, die zuletzt empfohlen wurden (die meisten sind aus dem Buch Alltäglicher Ausnahmezustand von der KOP-Berlin -> DANKE!):
Bundesweite Strukturen ohne Antira Schwerpunkt:
* Out of Action -> emotionale erste Hilfe für Aktivist*innen
* Legal Team für Alle (Mailadresse) -> helfen euch bei juristischer Repression der EG Aktion und der Finanzierung davon
Antirassistische Beratungsstellen:
Baden-Württemberg
* Leuchtlinie– Beratung für Betroffene rechter Gewalt in Baden- Württemberg
Bayern:
* B.U.D. – Beratung. Unterstützung. Dokumentation
Berlin:
* Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) – Berlin
* Reach Out Berlin
Brandenburg:
* adb – Antidiskriminierungs-Beratung Brandenburg -> https://www.antidiskriminierungsberatung-brandenburg.de/
* Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt
* Opferperspektive e.V.
Bremen:
* Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) – Bremen
Hamburg:
* empower – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
Hessen:
* Copwatch ffm – Informations- und Dokumentationsstelle für Betroffene rassistischer Polizeigewalt
Niedersachsen:
* IBIS e.V. – Antidiskriminierungsstelle Oldenburg
Nordrhein- Westfalen:
* OBR – Opferberatung Rheinland
* Phoenix e.V.
* Öffentlichkeit gegen Gewalt Köln
Sachsen:
* RAA Sachsen (Beratung bei jeder Form von Gewalt, in 9 Sprachen)
Sachsen- Anhalt:
* Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt
Schleswig-Holstein:
* zebra e.V. Zentrum für Betroffene rechter Angriffe
Thüringen:
* AufAndHalt – Netz von Betroffenen rechtsextremer Gewalt und rassistischer Diskriminierung
4. MATERIALIEN
Klimabewegung + Rassismus
Offener Brief (als PDF) von BIM_PoC an das Klimacamp und andere
Podcast: EG Podcast: Statement zur Podiumsdiskussion „Koloniale Kontinuitäten in der K limagerechtigkeitsbewegung des globalen Nordens
Videomitschnitt vom BIPoC Panel an der #l277
Allgemein
Buch: Tupoka Ogette „Exit Racism“
Buch: Noah Sow „Deutschland Schwarz Weiß“
Den unsichtbaren Rucksack auspacken
Migrazine.at Ausgabe 2013/2 Critical Whiteness (verschiedene Texte)
Challange #kritische Weiß _heiten von Josephine Apraku (auf Instagram)
Kulturelle Aneignung
Text: Noa Ha „Kulturelle Aneignung und koloniale Gewalt“
Video: „My Culture Is NOT A Costume“
Text zu Locks: „Schwarze Widerstandssymbole auf weißen Köpfen“
Podcast „Kulturelle Aneignung, Blackfishing und ‚Digital Blackface‘“ von Alice Hasters und Maxi Häcke
Empowerment
Podcast: Migrantifa Demo-Guide von DIASPOR.ASIA
Podcast: Politische Arbeit – Wie finde ich meine Rolle von DIASPOR.ASIA
Tokenism
Info-Mail über den Ende Gelände Verteiler
Wir freuen uns über Empfehlungen für weitere Materialien, die wir hier aufnehmen können! Schreibt uns dazu einfach ein Mail an redaktion@ende-gelaende.org (PGP) oder awareness@ende-gelaende.org (PGP).
5. BEGRIFFE
(1) weiß
weiß bzw. weißsein bezeichnen ebenso wie der Begriff PoC keine biologische Eigenschaft, sondern eine politische und soziale Konstruktion. Mit weißsein ist die dominante und privilegierte Position in dem Machtverhältnis Rassismus gemeint. Sie bleibt häufig unausgesprochen und unbenannt, obwohl zu jeder Diskriminierung sowohl eine diskriminierte, als auch eine privilegierte Position gehören. Im Gegensatz zu dem Begriff BIM_PoC ist weiß keine Selbstbezeichnung.
Um deutlich zu machen, dass weißsein keine ermächtigende Selbstbezeichnung, schreiben wir das weiß klein und kursiv, im Gegensatz zu der empowernden Selbstbezeichnung Schwarz, welche wir groß und nicht-kursiv schreiben.
(2) BIM_PoC
Black Indigenous Mixed and People of Colour. (Weitere Infos folgen)