Im Gasausbau fallen Klimakatastrophe, Kriege und soziale Krisen zusammen. In unseren Aktionen im gesamten Ruhrgebiet haben wir lokale und globale Kämpfe verbunden, deutlich gemacht, dass Antimilitarismus und Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit drei Seiten desselben Kampfes sind. In Hamm trat eine Klimagerechtigkeitsbewegung auf, die gerade deutlich an Größe und Vielfältigkeit gewinnt. Wir haben das gewaltvolle fossile System ins Wanken gebracht und wir werden das wieder tun.
Regenbogen: KNDS Panzerstahlproduzent
KNDS Fabrik für Panzerstahl blockiert!
Der Regenbogenfinger von Ende Gelände hat heute ab 4:20 das Stahlwerk Friedrich-Wilhelms-Hütte blockiert. Durch die Blockade konnte der Schichtwechsel nicht stattfinden und die Panzerproduktion stand still!
Das Stahlwerk gehört den deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS. In Friedrich-Wilhelms Hütte wird unter anderem der Stahl für den Leopard 2 Panzer gegossen.
Dieser Panzer wird zahlreich von der Türkei eingesetzt, um den kurdischen Freiheitskampf zu unterdrücken!
Doch heute wird hier kein Panzerstahl gegossen – denn wir sagen Ende Gelände der Kriegstreiberei!
Silber: Europipe
Endliche wieder Schienen! – Silberner Finger blockiert Europas größten Pipeline Produzenten Europipe!
In Mülheim a.d.R. produziert Europipe Pipelines für fossiles Gas und LNG und liefert sie über den Schienenweg in alle Welt. Der Konzern hat Rohre für North Stream und North Stream II, die Transadriatic Pipeline (TAP), die Transanatolic Pipeline (TANAP) und offshore Förderung in der Nordsee geliefert.
Fossiles Gas wird in den Pipelines von Europipe über weitere Strecken befördert. Überall tritt das extrem klimaschädliche Methan aus und heizt die Klimakrise an. Einmal gebaut muss diese teure Infrastruktur über Jahrzehnte benutzt werden, bis sie sich rentieren.
Wir müssen den Gas-Lock-In jetzt stoppen. Deshalb blockieren wir heute Europipe!
Lila: Kraftwerk Scholven
Erneuerbare Energien statt fossile – Lila Finger blockiert Baustelle für ein neues Gaskraftwerk in Scholven
Im Kraftwerk Scholven verfeuerte der Energiekonzern Uniper bis 2023 Steinkohle, darunter Blutkohle aus Kolumbien. Nach Protesten (auch von ENDE GELÄNDE) ist das Kraftwerk nun stillgelegt. Doch Uniper kann die Finger nicht von den fossilen, kolonialen Energieträgern lassen. Nachdem schon 2024 ein Gaskraftwerk mit 140 MW am Standort Scholven eröffnete, plant der Konzern jetzt dort noch eines von Reiches 20 neuen Gaskraftwerken zu bauen. 835 MW Leistung sind geplant, die die Energiewende verhindern.
Um das zu verhindern, hat der Lila Finger heute den Bauplatz besetzt und Solarpanele aufgebaut. Und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche haben die Aktivist*innen auch mitgebracht. Als riesige, wackelnde Aufblasfigur kann sie sich selbst ein Bild davon machen, dass es Alternativen zum herrschenden fossil-kapitalistischen System gibt.
Pink: Kraftwerk Voerde
Nach einem langen Weg hat der Pinke Finger die Zufahrtsstraße Zufahrtsstraße zum Kraftwerk Voerde in Dinslaken blockiert! Hier, am Standort eines stillgelegten Kohlekraftwerks, will RWE die fossile Stromgewinnung wiederbeleben. Bis 2030 ist ein neues Gaskraftwerk geplant.
Grün: Gersteinwerk
Auch der Grüne Finger hat sich frühmorgens im Zirkuszelt versammelt und konnte sich, trotz Dauerüberwachung durch die Polizei, leise vom Camp Richtung Gaskraftwerksbaustelle schleichen. Auf dem Frontbanner wurde klar gemacht: „Gas ist Gewalt“. Denn das Fracking Gas, welches in den geplanten Gaskraftwerken verbrannt werden soll ist für gravierende Schäden und neokoloniale Gewalt in den Förderregionen verantwortlich. Nach viel Schikane durch die Polizei, kam der grüne Finger wieder als starke Demo zurück ins Camp.
Alle Infos zur Aktion
Die Ende Gelände Massenaktion vom 28.-30. steht vor der Tür. Gemeinsam werden wir uns Ende Mai gegen den geplanten Gasausbau, fossile Ausbeutung und Kriegslogik stellen. Alle inhaltlichen Infos dazu gibt’s im Aufruf.
Ausgangspunkt der Massenaktion wird das Hammer Klimacamp im Lippepark in Hamm sein. Vom 27. – 31. Mai werden wir uns dort gemeinsam auf die Aktion vorbereiten. Neben Aktions- und Legaltrainings wird es ab Mittwochmittag ein buntes und spannendes Workshop-Programm geben. Mehr dazu auf der Camp Unterseite.
Um alle wichtigen Informationen für die Aktion zu bekommen, seid bitte spätestens am Donnerstag um 14 Uhr zum Aktionsplenum auf dem Camp. Falls das nicht für euch alle möglich ist, stellt bitte sicher, dass mindestens eine Person aus eurer Bezugi dann vor Ort ist. Idealerweise reist ihr aber alle schon am Mittwochabend an.
Auch am Samstag wird es noch Aktionen geben, es lohnt sich also auch am Freitag noch anzureisen.
Auf geht’s, ab geht’s Ende Gelände!
Hier findet ihr eine Bezugsgruppen-Checkliste um euch gut auf die Aktion vorzubereiten. Nehmt euch am Besten ausreichend Zeit um über die Aktion und wie ihr euch verhalten wollt zu sprechen.
Pack & Checkliste
Die Ende Gelände Massenaktion vom 28.-30. steht vor der Tür. Als Ende Gelände ist es uns wichtig wichtig, dass alle Menschen gut vorbereitet und versorgt in Aktion gehen.
Um gut vorbereitet zu sein
Damit ihr während der Aktion gut versorgt seid, ist es wichtig, dass ihr die Dinge selber mitbringt, die ihr während der Aktion braucht.
Packliste für die Aktion
Sonnenbrille
Sonnencreme – fettfrei
Cap
Dichtes Universal-Tuch
Rettungsdecken
Folie oder Regenplane
Regenschirm (am besten mit politischer Botschaft und klein („Knirpse“)
Weißer Staubschutzanzug und Staubschutzmaske (wenn verfügbar, sonst gibt es vor Ort auch noch welche)
Essen (Verpflegung und Naschereien für ca. einen Tag) – nicht immer klappt eine Versorgung der Blockaden
Ausreichend Wasser (z.B. 2 Liter), auch zum Augenauswaschen
Ausweispapiere, falls ihr euch gegenüber der Polizei ausweisen wollt
Ein bisschen Kleingeld, falls euch die Polizei in Gewahrsam nimmt und irgendwo wieder gehen lässt; wir versuchen, für diesen Fall Transport-Optionen zu organisieren, aber sicher ist sicher.
Achtet darauf, dass Euer Gepäck trotzdem nicht zu schwer wird. Ihr müsst Euch damit zu Aktionsorten bewegen können, eventuell auch in etwas zügigerem Tempo. Dazu kann es helfen, Material innerhalb der Bezugsgruppe aufzuteilen.
Was Ihr zu Hause (oder im Camp) lassen solltet:
Alles, was Informationen über Euch birgt und was Ihr in der Aktion nicht unbedingt braucht (bspw. Kalender, private Telefone, Brillenpässe)
Alles, was als Waffe ausgelegt werden kann (ja, im Zweifel auch euer liebstes kleines Opinel Taschenmesser oder Stahlkappenschuhe)
Fotoapparat (Es werden genug Bilder von instruierten Fotograf*innen gemacht)
Überlegt Euch, ob Ihr Schmuck tragen möchtet, der sich bei Polizei-Kontakt (zum Beispiel Räumung einer Sitzblockade) als unangenehm erweisen kann
Für den Fall, dass die Polizei Tränengas oder Pfefferspray einsetzt, ist es besser, auf Fettcremes oder Schminke zu verzichten und keine Kontaktlinsen zu tragen.
Und natürlich haben Alkohol und Drogen auf der Blockade nichts zu suchen!
Für das Camp:
Auf dem Hammer Klimacamp werden wir zusammenkommen und uns gemeinsam auf die Aktion vorbereiten. Außerdem wird es dort viele spannende Workshops und am Samstagabend eine Party geben.
Fürs Camp brauchst du