Unsere Barrieren durchfließen! Inklusion und Barrierefreiheit bei Ende Gelände

Das Leben von vielen Menschen ist von massiven Barrieren geprägt.
Manche davon sind sichtbar, andere sind unsichtbar, alle sind gewaltvoll.
Sie beruhen auf benachteiligenden Macht·verhältnissen.
Sie existieren bei der Lohn·arbeit, im sozialen Leben oder in polit-aktivistischen Kontexten.
So auch in der Klima·gerechtigkeits·bewegung.
Auch bei Ende Gelände.

Wir müssen die Ungerechtigkeiten bemerken und gemeinsam dagegen kämpfen.
Der Weg zu einem inklusiveren Aktivismus ist noch lang.
Es ist nicht genug, ein theoretisches Bewusstsein dafür zu haben.
Der Kampf gegen die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung innerhalb von Ende Gelände soll aktiv und konkret werden.

Inklusion ist kein Sahnehäubchen on top, kein nice-to-have.
Inklusion muss Teil unseres Grundverständnisses als emanzipatorische Bewegung sein.

Auf den Baggern, die wir besetzen, steht „Kohleausstieg ist Handarbeit“.
Am Anfang jedes Plenums sollte laut und deutlich gesagt werden:
„Inklusion ist Handarbeit“.
Unsere Strukturen sollen barrierefreier werden.
Dazu gehören:
die Plenumsräume,
die Sprache, die wir dort verwenden,
die Aktionstrainings
und der Tag der Aktion.

Wir möchten euch einladen, selbst als Aktivistis* Teil von diesem Barriere·abbau zu sein.
Seid freudig und selbstkritisch!

Wir lassen uns nicht be_hindern! Wir wollen bei Ende Gelände solidarische und barriereärmere Räume gestalten. Wir wollen Räume, die für alle zugänglich sind. Barrierefreiheit heißt: auf individuelle Bedürfnisse eingehen und Selbstbestimmung und Teilhabe für alle erkämpfen.

Wir wissen, dass es bei Ende Gelände noch viele Barrieren gibt. Unsere Website ist zum Beispiel noch nicht barrierefrei. Wir arbeiten zu diesem Thema und freuen uns wenn sich Menschen bei uns melden, die uns dabei unterstützen.

Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist auch ein Kampf für eine gerechtere Gesellschaft. Eine Gesellschaft in der sich alle entfalten können und in der die Bedürfnisse aller berücksichtigt werden. Gesellschaftliche Normen sind konstruiert – lasst sie uns dekonstruieren.

In diesem Sinne: System change, not climate change!

Die Inklusions-AG (Arbeitsgruppe)

Ihr habt Anregungen und/oder wollt euch explizit zu diesem Thema bei Ende Gelände einbringen?
Schreibt an: inklusion-berlin@ende-gelaende.org

Die AG versucht, strukturell bei Ende Gelände Inklusivität auf- und Barrieren abzubauen (beziehungsweise zu durchfließen;))

In manchen Ortsgruppen gibts es auch Inklusions-AGn. Wendet euch an eure Ortsgruppe für mehr Infos. Eure OG hat noch keine Inklusions-AG? Dann gründet gerne eine!

Barriereärmer in die Aktion

Mit dem Bunten Finger gestalten wir vom 23.-28. September 2020 eine barriereärmere und inklusivere Aktionsform.
Mehr Infos dazu findet ihr hier.