Repression gegen Aktivisti kann uns nicht aufhalten!

Mehrere Aktivisti haben inzwischen einen Strafbefehl wegen der Ende Gelände-Aktion im Juni 2019 erhalten. Doch wir werden gemeinsam dagegenhalten. Wir lassen uns durch Repression nicht von unserem Ziel abbringen: Klimagerechtigkeit für alle!

Obwohl mehrere tausend Menschen im Juni 2019 die Kohle-Infrastruktur des rheinländischen Tagebaureviers blockierten, wurden bislang „nur“ eine mittlere zweistellige Anzahl Strafbefehle an Aktivisti versandt. Meist belaufen sie sich auf rund 1.000 Euro.
Nach über einem Jahr teils absurder Behauptungen und langsam mahlender Staatsmühlen, steht im November nun auch der erste Gerichtsprozess an.

Das alles, weil viele Menschen entschlossen genug waren, sich gemeinsam mit Ende Gelände gegen die klimaschädliche Praxis von RWE zu stellen. Mit ihren Körpern blockierten die Aktivisti Schienen, Gruben, Bagger und Straßen. Alles beobachtet und zum Teil gewalttätig verfolgt von der Polizei: Pfefferspray, Schläge und Tritte wurden von „Team Blau“ verteilt wie Konfetti. Auch bei der Aktion im vergangenen September wurde wieder deutlich, wie viel Gewalt von der Polizei ausgeht.

Aber warum? – Weil einem Konzern etwas gehört, das unser aller Leben auf diesem Planeten gefährdet: Kohlebagger, Kohlegruben, Kohlezüge, Kohlekraftwerke. Und diese Objekte müssen scheinbar mit aller Macht und Gewalt beschützt werden.

Wir stehen weiter hinter allen Aktivisti, die sich für Klimagerechtigkeit und gegen die dreckige Kohle von RWE eingesetzt haben. Dass der Mega-Konzern nun Strafverfolgung wegen sog. „Hausfriedensbruch“ fordert und dabei Hand in Hand mit den staatlichen Behörden arbeitet, ist nicht überraschend.

Aber auch wir haben unsere Waffe gegen Repression: Solidarität!

Die individuellen Strafanträge werden uns nicht daran hindern miteinander vorzugehen: Das „Legal-Team für alle“ hat erste Tipps gegeben und die Betroffenen tauschen sich untereinander aus, um bspw. Soli-Töpfe zu füllen und Leute auf den kleinen, aber feinen Unterschied von „Recht“ und „richtig“ hinzuweisen.

Menschen waren im letzten Jahr bereit, Freiheitsentzug (Einkesseln durch Polizei), Schmerz (durch die Sicherheitsleute von RWE und die Polizei) und schlaflose Nächte (durch die teils abstrusen Behauptungen der Staatsapparate) in Kauf zu nehmen. Sie und wir alle werden auch weiterhin für Klimagerechtigkeit einstehen. Juristische Verfolgung wird uns nicht daran hindern, für eine bessere Welt zu kämpfen.

Ende Gelände 2021 kann kommen!

Wenn ihr wegen der Aktion im Juni 2019 Post von einem Gericht bekommen habt, schreibt bitte dem „Legal Team für alle“ unter: legal_team_fuer_alle@posteo.de (PGP)

Weitere Infos:


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