Aktionskonsens

Der Aktionskonsens ist unser gemeinsamer Rahmen für die Aktionstage vom 28.-30. Mai 2026. Wir haben ihn im Bündnis miteinander beschlossen, damit er Transparenz, Orientierung und Sicherheit gibt. Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen. Alle, die sich in diesem Konsens wiederfinden, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Im Aktionskonsens spiegelt sich auch wieder, dass wir in einer Aktion mit sehr vielen Menschen aufeinander achten, verlässlich sind und uns gegenseitig unterstützen.

Gasausstieg und Demilitarisierung jetzt!

Der Kohleausstieg ist noch nicht erledigt,  jedoch sollen im Ruhrgebiet schon neue fossile Gaskraftwerke gebaut werden. Diesen Plan werden wir vom 28.-30. Mai 2026 mit vielen Menschen durchkreuzen. Wir setzen damit ein Zeichen gegen den Ausbau fossiler Infrastruktur, das Verbrennen von klimaschädlichem Gas und weisen auf die Rüstungsindustrie und ihr Geschäft mit Tod und Zerstörung hin. Die sich spürbar verschärfende Klimakatastrophe, Kriege und Genozide zerstören die Existenz von Menschen überall auf der Welt. Wir setzen ein praktisches Zeichen gegen diese lebensfeindliche Entwicklung des fossilen Kapitalismus.

Unser Aktionsbild

Unsere Aktionen vermitteln ein vielfältiges, kreatives, lernendes, offenes und entschlossenes Bild. Gemeinsam können wir viel erreichen und lassen uns auf dem Weg zu einer anderen möglichen Welt nicht aufhalten. Wir stellen uns der Zerstörung mit unseren Aktionen in den Weg. Die Massenaktion richtet sich gegen die Interessen der Konzerne und nicht gegen die Menschen in der Region, insbesondere nicht gegen Arbeiter*innen.  Wir zeigen Alternativen zu der bestehenden kapitalistischen Ausbeutung auf. Dafür schaffen wir Räume des Austauschs mit Menschen in der Region. Mit unserem Camp schaffen wir einen Raum, in dem lebendige Utopien sichtbar, spürbar und erlebbar werden.

Aktionsform und ziviler Ungehorsam

Ein Teil unserer Aktionen ist ziviler Ungehorsam. Wir wenden uns damit gegen Infrastruktur von Konzernen, die Profite über Leben stellen. Wir setzen dem gezielt unsere Körper und unsere Stimmen entgegen. Dies tun wir mit Demonstrationen, Blockaden sowie kreativen Aktionen, die auch über unsere Präsenz hinaus wirken können.  Dabei lassen wir uns weder durch bauliche noch durch polizeiliche Hindernisse aufhalten.

Sicherheit und kollektive Selbstbestimmung

Wir möchten, dass alle Menschen bewusst und gut informiert in Aktion gehen und wir uns verantwortungsvoll für die jeweils passenden Aktionsformen entscheiden. Dafür bieten wir im Vorfeld Trainings, Informationen und Räume zum Austausch an. Die Sicherheit aller Beteiligten hat für uns Priorität: Wir gefährden keine Menschen und achten auf unsere Umwelt. Unsere Entscheidungen vor Ort treffen wir möglichst durch Delegiertenstrukturen aus den Bezugsgruppen gemeinsam und mit Rücksicht auf die Situation der Beteiligten. Über das Ende der Aktion entscheiden unsere Plena vor Ort in Absprache mit den Supportstrukturen. Zusammen übernehmen wir Verantwortung für das Gelingen der Aktion.

Wir sind achtsam miteinander

Wir sind uns alltäglicher und struktureller Diskriminierungen untereinander und durch unsere Umwelt bewusst und setzen uns aktiv dagegen ein. Dafür wollen wir das kollektive Bewusstsein und die Aufmerksamkeit stärken.  Wir bauen Barrieren ab, damit möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, an der Aktion teilzunehmen, es wird uns jedoch nicht möglich sein alle Barrieren abzubauen. Dazu schaffen wir Ansprechpersonen für Nachfragen und Anliegen zum Barriereabbau.
Wir bemühen uns sicherere Räume zu schaffen für Menschen die Diskriminierung erfahren. Wir wissen, dass gesellschaftlich benachteiligte Gruppen in besonderem Maß von Repressionen betroffen sind. Da wir in einem diskriminierenden System leben, ist es wichtig, dass gesellschaftlich privilegierte Menschen ihr Verhalten reflektieren. Das gilt besonders, im Kontakt zur Polizei, welche ableistisch, rassistisch, queer-feindlich und sexistisch agiert. Über die Notwendigkeit und Art einer solchen Kontaktaufnahme entscheiden wir im Delgierten-Plenum.

Unser Selbstverständnis

Wir kommen aus einem breiten Spektrum verschiedener sozialer und politischer Bewegungen und fühlen uns der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit zugehörig. Wir laden alle Menschen, die sich diesem Aktionskonsens anschießen, ein sich an den Aktionstagen zu beteiligen. Wir freuen uns, wenn Gruppen mit ihrem eigenen Ausdruck das Aktionsbild bereichern. Wir sind solidarisch mit allen, die gegen kolonialistische und imperialistische Zerstörung von Lebensgrundlagen für Geld- und Machtinteressen Widerstand leisten.

Auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!