Ende Gelände goes Lützerath

Die Bagger stehen direkt vor Lützerath. Diesen Herbst will RWE und die Landesregierung Lützerath dem Erdboden gleich machen. Lützerath ist eins der 6 bedrohten Dörfer im rheinischen Kohlerevier. Wie das gallische Dorf liegt es schützend vor den anderen Dörfern. Mit der Zerstörung von Lützerath sollen Fakten geschaffen werden, bevor das Enteignungsverfahren vom letzten Bauern im Dorf abgeschlossen ist. Dabei ist ganz klar, wenn wir die Klimakrise begrenzen wollen muss hier Ende Gelände sein. In Lützerath wird die 1,5 Grad Grenze verteidigt. Zusammen mit den Menschen die schon jetzt durch Baumbesetzungen, Kultur und Widerstand Lützerath mit leben füllen, werden wir auch nach der Wahl unsere Stimmen erheben. Die nächste Regierung kommt an unserem X nicht vorbei.

Wer sind wir

Wir sind ein Zusammenschluss ungehorsamer Klimagerechtigkeits-Gruppen aus NRW, die einerseits den Kampf gegen RWE aus den Dörfern in die Städte tragen und andererseits stehen wir vor Ort an der Seite der Menschen, wenn RWE im Herbst mit der Zerstörung fortfahren will.

Was kannst du tun

Im Herbst wird sich die Lage zuspitzen. Die Räumung der letzten Bewohner*innen, der Abriss der verbliebenen Häuser und die Rodung der letzten Bäume droht. Bis dahin gibt es einiges zu tun, denn auch wir bereiten uns auf den Herbst vor. Wir organisieren ein vielfältiges Programm, um bestehende Strukturen auszubauen und zu stärken: Bauwochenenden, Skillshares zu unterschiedlichen Themen und Workshops. Ein FLINTA*-Bauwagen freut sich über helfende Hände, ebenso wie ein Gemüsegarten. Schließ Dich uns an und komm vorbei, ob für 1 Tag, 1 Woche oder 1 Monat. Im Herbst werden wir jede*n Einzelne*n brauchen, um vor Ort Widerstand zu leisten und RWE aufzuhalten.
@LuetziBleibt
@MaWaLuetzerath
@AlleDoerfer

FAQ

Wie komme ich nach Lützerath?

Wenn ihr per Zug anreisen wollt, könnt ihr an den Bahnhöfen Erkelenz (aus Richtung Aachen und Ruhrgebiet) oder Hochneukirch (aus Richtung Köln) aussteigen. Von dort könnt ihr mit eurem Fahrrad die letzten ca. 10km nach Lützerath fahren. Fahrräder eignen sich auch perfekt, um die Gegend zu erkunden! Von Erkelenz gibt es auch die Möglichkeit mit einem Bus bis zum Nachbardorf Holzweiler zu fahren. Wenn ihr vom Bahnhof aus geshuttelt werden wollt, ist auch das auf Anfrage möglich. Auf Telegram gibt es außerdem eine Mitfahrbörse.

Wo kann ich übernachten?

Es gibt eine Zeltwiese, auf der ihr euer Zelt aufschlagen könnt. Außerdem sind Baumhäuser im Bau. Wenn ihr also klettern könnt, ist auch dort übernachten vielleicht bald möglich.

Was muss ich mitbringen?

Festes Schuhwerk, Zeltsachen und Schlafsachen sind nie verkehrt. Der Ort freut sich auch immer, wenn Essen mitgebracht wird (vor allem Brot und Aufstriche). Wenn ihr klettern wollt, bringt Kletterausrüstung mit. Mückenspray, Zeckenzange und Sonnenschutz empfehlen sich auch.

Wie kann ich mich vor Ort einbringen?

Vor Ort: Es gibt tägliche Todos, wie Essen kochen, spülen oder Klos putzen. Des weiteren gibt es Bauwochenenden und die Mahnwache bietet Raum für Veranstaltungen und Workshops

Nicht vor Ort: Auch wenn ihr nicht vor Ort seid, könnt ihr euch einbringen, z.B. in dem ihr in eurer Stadt Flyer auslegt oder Geld spendet.

Wie erfahre ich, wann Aktionen sind und was ist ein Aktionskonsens

Wir haben uns auf einen Aktionsrahmen geeinigt, der einschätzen soll, was wir tun wollen und was nicht. Weitere Infos folgen.

Aktuelle Infos zur Lage vor Ort findet auf Socialmedia. Die Termine der Bauwochenenden findet ihr hier.

Essen

Derzeit wird abends immer gemeinsam gekocht. Ab August wird regelmäßig eine Küfa (Küche für alle) vor Ort sein. Außerdem gibt es eine Brotschmierstation. Wenn ihr Aufstriche und Brot mitbringt, ist das gerne gesehen.

Wunschliste

Hier gibt es eine Wunschliste an Sachen, die gebraucht werden.

Welche weiteren Akteur*innen gibt es vor Ort?

Wir sind natürlich nicht allein vor Ort. Außer uns gibt es noch Alle Dörfer bleiben, Lützerath lebt!, Unser aller Wald, die Mahnwache Lützerath und Kirchen im Dorf lassen. Im August findet außerdem das Festival Kultur ohne Kohle statt.