Ende Gelände goes Lützerath

[Anstehende Termine]

Die Bagger stehen direkt vor Lützerath. Diesen Herbst will RWE und die Landesregierung Lützerath dem Erdboden gleich machen. Lützerath ist eins der 6 bedrohten Dörfer im rheinischen Kohlerevier. Wie das gallische Dorf liegt es schützend vor den anderen Dörfern. Mit der Zerstörung von Lützerath sollen Fakten geschaffen werden, bevor das Enteignungsverfahren vom letzten Bauern im Dorf abgeschlossen ist. Dabei ist ganz klar, wenn wir die Klimakrise begrenzen wollen muss hier Ende Gelände sein. In Lützerath wird die 1,5 Grad Grenze verteidigt. Zusammen mit den Menschen die schon jetzt durch Baumbesetzungen, Kultur und Widerstand Lützerath mit leben füllen, werden wir auch nach der Wahl unsere Stimmen erheben. Die nächste Regierung kommt an unserem X nicht vorbei.

Wer sind wir

Wir sind ein Zusammenschluss ungehorsamer Klimagerechtigkeits-Gruppen, die den Kampf gegen RWE aus den Dörfern in die Städte tragen und vor Ort an der Seite der Menschen im Rheinland stehen, wenn RWE im Herbst mit der Zerstörung fortfahren will. Wir verstehen uns als Teil des Widerstandes in Lützerath und stellen uns gemeinsam mit den verschiedenen anderen Akteur*innen und Aktivist*innen gegen die Zerstörung von RWE, deren kapitalistische Profitlogik und die damit vorangetriebene Klimakrise.

Kontakt: Mail an EG goes Lützerath (PGP-Key)
@LuetziBleibt
@MaWaLuetzerath
@AlleDoerfer

Anstehende Termine

FAQ

Vor Ort:
Im Herbst wird sich die Lage zuspitzen. Die Räumung der letzten Bewohner*innen und der Abriss der verbliebenen Häuser steht an. Ab Oktober wird die Rodung der letzten Bäume, und ab November letztlich die Zerstörung des ganzen Dorfes möglich sein. Dies werden wir mittels zahlreichen und vielfältigen Aktionen verhindern und dafür gibt es einiges zu tun! Denn auch wir bereiten uns jetzt auf den Herbst vor. Wir sind Teil des Widerstandes in Lützerath und organisieren vielfältige Angebote, um bestehende Strukturen auszubauen und zu stärken. Und hier könnt ihr mit einsteigen: Jedes Wochenende gibt es Bauwochenenden, zu denen ihr anreisen könnt. Helfende Hände werden überall gebraucht, ob beim Bau von Baumhäusern oder Hütten, beim Spülen oder Kochen, beim Malen und Basteln von Transpis oder beim Bau von Aktionsmaterial. Es gibt einen FLINTA*-Bauwagen, der sich über helfende Hände freut, ebenso wie einen Gemüsegarten. Es gibt so viele Wege sich anzuschließen und zu unterstützen, wie es unterschiedliche Menschen gibt. Also sei ein Teil der ZAD Rheinland und komm vorbei, ob für 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat oder solange bis wir Lützerath gerettet und damit den Tagebau Garzweiler II gestoppt haben. Im Herbst werden wir jede*n Einzelne*n brauchen, um vor Ort Widerstand zu leisten, RWE aufzuhalten und der Regierung einen Denkzettel zu verpassen.Bei dir zuhause:
Auch wenn ihr nicht oder nur teilweise nach Lützerath kommen könnt um direkt vor Ort zu sein, es gibt jede Menge Möglichkeiten den Kampf um Lützerath in eure Stadt oder euer Dorf zu tragen! Bestellt Mobimaterial und verteilt es, geht Plakatieren, malt Transpis und hängt sie auf, organisiert eine Veranstaltung und haltet unseren Mobi-Vortrag oder haltet die Polizei beschäftigt. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten und wie immer gilt: Gemeinsam sind wir stärker deshalb, wenn noch nicht passiert, schaut nach Klimagerechtigkeitsgruppen in eurer Umgebung, organisiert euch und plant zum Beispiel eine gemeinsame Anreise nach Lützerath!

Wenn ihr per Zug anreisen wollt, könnt ihr an den Bahnhöfen Erkelenz und Herrath (aus Richtung Aachen und Ruhrgebiet) oder Hochneukirch (aus Richtung Köln) aussteigen. Von dort könnt ihr mit eurem Fahrrad die letzten ca. 10km nach Lützerath fahren. Fahrräder eignen sich auch perfekt, um die Gegend zu erkunden! Von Erkelenz gibt es auch die Möglichkeit mit einem Bus bis zum Nachbardorf Holzweiler zu fahren. Wenn ihr vom Bahnhof aus geshuttelt werden wollt, ist auch das auf Anfrage möglich. Auf Telegram gibt es außerdem eine Mitfahrbörse.


See full screen

Wir haben genug Schlafmöglichkeiten für alle! Es gibt eine große Zeltwiese, auf der ihr euer Zelt aufschlagen könnt. Es werden Baumhäuser und Hütten gebaut, in denen geschlafen werden kann. Wir haben Platz für Camper, Caravan und Busse. Kommt vorbei und wir finden einen Ort an dem ihr gemütlich schlummern könnt.

Was muss ich mitbringen?

Festes Schuhwerk, Zeltsachen und Schlafsachen sind nie verkehrt. Der Ort freut sich auch immer, wenn Essen mitgebracht wird (vor allem Brot und Aufstriche). Wenn ihr klettern wollt, bringt Kletterausrüstung mit. Mückenspray, Zeckenzange und Sonnenschutz empfehlen sich auch.

Generell gilt: Ab 1.Oktober dürfen die Bäume gefällt und ab 1.November die Häuser abgerissen und das Dorf geräumt und abgeriegelt werden. Genaueres können wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Wenn es für euch nur in einem kurzen Zeitfenster machbar ist vorbei zu kommen, dann kommt zu der Alle Bäume Bleiben – Skillshare Woche Anfang Oktober oder zum Unräumbar-Festival Anfang November. Aber auch sonst ist jeder Zeitraum an dem ihr Bock habt gut um vorbei zu kommen um Lützerath gemeinsam unräumbar zu machen!
Aktuelle Infos zur Lage vor Ort findet ihr auf Socialmedia. Die Termine der Bauwochenenden findet ihr hier.
Wir haben uns auf einen Aktionsrahmen geeinigt, der einschätzen soll, was wir tun und worauf ihr euch einstellen könnt, wenn ihr an den Aktionen von Ende Gelände goes Lützerath teilnehmt.
An dieser Stelle ist aber auch wichtig dar zu stellen, dass Ende Gelände goes Lützerath nur eine von vielen unterschiedlichen Akteur*innen vor Ort ist und der Aktionsrahmen nicht für all diese unterschiedlichen Akteur*innen gilt.
Ihr könnt auf unterschiedliche Arten Spenden. Zum einen gibt es eine Wunschliste. Es gibt jede Menge nützliche Dinge die vor Ort gebraucht werden, die ihr bestimmt noch irgendwo rumfliegen habt!
Außerdem haben sowohl Lützerath selber, als auch Ende-Gelände Spendenkontos. Wenn ihr könnt, spendet gerne, damit es Geld für die vielen notwendigen Dinge gibt, die gekauft werden müssen und nicht auf anderen Wegen beschafft werden können.
Ihr müsst kein Geld haben oder gar bezahlen um in Lützerath zu sein! Natürlich ist es praktisch, wenn Menschen vor Ort auch ein bisschen Geld in die Spendendose werfen können, um die laufenden Kosten zu decken. Es wird versucht ein möglichst bedürfnisorientiertes und tauschlogikfreies zusammenleben zu ermöglichen.Abends wird immer gemeinsam für alle gekocht. Ab spätestens Oktober wird regelmäßig eine größere Küfa (Küche für alle) vor Ort sein. Wenn ihr nach Lützerath kommt und direkt etwas Brot und Aufstrich mitbringt ist das natürlich auch super!
Wir sind natürlich nicht allein vor Ort. Außer uns gibt es noch Alle Dörfer bleiben, Lützerath lebt!, Unser aller Wald, die Mahnwache Lützerath und Kirchen im Dorf lassen. Im August findet außerdem das Festival Kultur ohne Kohle statt.