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Presseeinladung vom 20.09.2018

Einladung zur Pressekonferenz anlässlich des tragischen Unfalltods eines Journalisten im Zusammenhang mit den Räumungen im Hambacher Forst

Kerpen-Buir, 20. September 2018. Anlässlich des tragischen Unfalltodes eines Journalisten bei der Räumung im Hambacher Forst laden die Initiative Buirer für Buir, Aktivist*innen der Besetzung im Hambacher Forst, Ende Gelände und die Aktion Unterholz am Freitag, den 21.09.2018, um 10 Uhr zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein. Diese findet im Hambi-Solidaritätscamp auf der Obstwiese in Kerpen-Manheim statt, am Ende der Straße „Am Wäldchen“. Anschließend sind Interviews mit aus Baumhäusern geräumten Aktivist*innen möglich. Die Aktivist*innen und Initiativen vor Ort sind tief erschüttert und in trauernden Gedanken bei den Freund*innen und der Familie des Verunglückten. Bundesweit, etwa in Köln, Tübingen, Nürnberg und Berlin, kamen gestern Abend Menschen zu Gedenkminuten zusammen.

Die Landesregierung kam gestern der gemeinsamen Forderung verschiedener Protestbündnisse nach, die Räumung einzustellen. Innenminister Reul appellierte an die Waldbesetzer*innen, den Wald freiwillig zu räumen.

Hierzu erklärt Jörn Luca Eschbach aus dem Hambacher Forst: „Nach dieser Tragödie brauchen wir Zeit und Ruhe zum Trauern. Dass Reul in Folge des Unfalls nun ein Ende der Besetzung fordert, halten wir für würdelos. Darin erscheint der durchsichtige Versuch, dieses Unglück für politische Zwecke zu instrumentalisieren.“

„Die gefährliche Räumung und die irrsinnige Rodung des Waldes dürfen nicht weitergehen. Zu diesem Zeitpunkt den Einsatz gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung durchzudrücken ist nicht nur unerträglich für Angehörige, Freund*innen und Betroffene, sondern angesichts des politischen Willens auch undemokratisch. Wir brauchen jetzt Ruhe und sozialen Frieden in der Region“, sagt Hubert Perschke von der Initative Buirer für Buir.

Am Donnerstag, den 20.09.2018, fand in Buir eine Gedenkkundgebung für einen Moment des gemeinsamen Trauerns statt. Beim nächsten Waldspaziergang am 23.09. soll das Aachener Friedenskreuz an der Unfallstelle im Wald niedergelegt werden.

Seit vergangenem Donnerstag wird im Hambacher Forst geräumt. Über 10.000 Menschen demonstrierten in den vergangenen Tagen bei Mahnwachen, Waldspaziergängen und Blockadeaktionen für einen sofortigen Kohleausstieg und den Erhalt des Waldes. Sie sprechen dabei laut einer von der ZEIT in Auftrag gegebenen Umfrage für ca. 75% der deutschen Bevölkerung. Bundesweit gab es Solidaritätsdemonstrationen in mehr als einem dutzend Städten.

Kontakt:
Für Hintergrundgespräche, Interviews oder bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Auch Studiointerviews in Köln, Düsseldorf und Berlin sind möglich.

Buirer für Buir: Hubert Perschke, 01515 5660800, info@buirerfuerbuir.de
Waldbesetzung: Jörn Luca Eschbach, 0163 1425943, press_hambachforest@riseup.net
Ende Gelände: Karolina Drzewo, 0152 04560800, presse@ende-gelaende.org, ende-gelaende.org
Aktion Unterholz: Maja Rothe 01577 0955347, presse_unterholz@riseup.net, aktion-unterholz.org

Die Pressekonferenz findet morgen am 21.09.2018 um 10 Uhr auf dem Hambi-Solidaritätscamp auf der Obstwiese in Kerpen-Manheim statt, am Ende der Straße „Am Wäldchen“. Nach der Pressekonferenz können Waldbesetzer*innen und Augenzeug*innen der Räumungen interviewt werden, sowie Hintergrundinterviews mit den verschiedenen Akteur*innen geführt werden.