Ende Gelände Newsletter #1/26
Es war länger still von unserer Seite, jetzt wird der Ende Gelände Newsletter wieder regelmäßiger in Euer Postfach flattern. Fokus des Newsletter in nächster Zeit wird die Massenaktion von Ende Gelände sein. Ja, richtig gelesen: Ende Gelände goes Massenaktion again ! Vom 28.-30.5. entern wir das Ruhrgebiet und nehmen den Ausstieg aus Gas und Aufrüstung selber in die Hand !
Viel Spaß beim Lesen & gerne Feedback, Kritik und Anregungen zurückmelden.
1. Ende Gelände Massenaktion
2. Fahrradtour zur EG Aktion von Hamburg ins Ruhrgebiet
3. Spendenkampagne
4. Camp Aufruf

1. Ende Gelände goes Massenaktion
Ende Gelände steckt mitten in der Organisation und Mobilisierung zu den Aktionstagen vom 28. – 30.05.2026 im Ruhrgebiet.
WARUM?
Nachdem der Kohleausstieg beschlossen war, hätte es Grund zum Optimismus geben können. Stattdessen gilt es gegen den Zynismus zu kämpfen, der aus Hoffnungslosigkeit erwächst. Die Bundesregierung stellt die deutsche Energieinfrastruktur auf die nächste fossile Energie um: Sie baut 20 neue Gaskraftwerke; sie tut, als gäbe es die Erderwärmung nicht; sie tut, als hätte sie keine Verantwortung für unser aller gutes Leben; sie tut, als seien wir nicht unabänderlich und für immer voneinander und von diesem Planeten abhängig.
WOGEGEN UND WOFÜR ?
Während Milliarden in Aufrüstung fließen, treibt Gaslobbyministerin Reiche mit der Bundesregierung den massiven Ausbau von Gaskraftwerken voran. Mitten in der Klimakrise werden so neue fossile Abhängigkeiten geschaffen: teuer, rückwärtsgewandt und klimapolitisch fatal. Einhergehend mit Rechtsruck und zunehmender Faschisierung in Deutschland und Europa und während die Außengrenzen der EU weiter hochgezogen werden, treibt uns der fossile Turbokapitalismus weiter in soziale Ungleichheiten und Entsolidarisierung.
Dass gerade jetzt neue Gaskraftwerke gebaut werden sollen, ist kein Zufall. In Zeiten globaler Aufrüstung soll Gas ein System antreiben, das auf Militarisierung, autoritärer Macht und Ausbeutung beruht. Militarisierung braucht klimaschädlichen Stahl und enorme fossile Energie. Im Ruhrgebiet, wo Energie-, Stahl- und Rüstungskonzerne zusammenkommen, sollen deshalb besonders viele, neue Gaskraftwerke entstehen. Verkauft wird das als „Energie-“ und „nationale Sicherheit“. In Wahrheit führen mehr Gas und mehr Waffen uns nur tiefer in die Krisen von Krieg und Klima.Wir appellieren nicht – wir schaffen Gegenmacht. Wir gehen dorthin, wo Zerstörung passiert, und stellen uns denjenigen entgegen, die sie vorantreiben.
WIE ?
Ziviler Ungehorsam ist unser Ausdruck. Unser Protest ist anti-kapitalistisch, anti-kolonial, internationalistisch und queerfeministisch. Klimagerechtigkeit erreichen wir nur mit einem System Change. Wir kämpfen gemeinsam und in diesen Kämpfen entsteht Zusammenhalt, Vernetzung und Solidarität, entsteht die Kraft zur Resilienz gegen die Macht des Systems und antifaschistischer Mut. Eine gute Welt für alle geht nur ohne Kapitalismus. Unser Widerstand gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur, gegen rassistische Unterwerfung und Entmenschlichung kann nur intersektional sein. Wir gehen unseren Weg zusammen: Solidarisch, achtsam, miteinander. Es wird ein Klimagerechtigkeitscamp im Ruhrgebiet geben.
WER?
Macht mit bei unserer Massenaktion! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, full on oder nur von Zeit zu Zeit, vor Ort oder remote. Meldet Euch unverbindlich bei info@ende-gelaende.org, gebt an, wie viel Zeit Ihr habt und wo Euer Interesse liegt. Oder noch besser, organisiert Euch in einer Ende Gelände Ortsruppe. Hier ist eine Übersicht einerseits über die lokalen Gruppen von Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/mitmachen/.
2. Fahrradtour zur AG Aktion von Hamburg ins Ruhrgebiet
Ohne Kerosin Nach Berlin – kurz: OKNB – ist ein bundesweiter Fahrradprotest, von Students for Future und weiteren For Future Intitiativen. Jetzt fährt OKNB & Disrupt vom 16.-26.5. von Hamburg ins Ruhrgebiet. Am Wochenende 16./17.5. gehts los in Hamburg (Samstag Anreise/Sonntag Kennenlernen und letzte Vorbereitungen) und Abfahrt dann am Montag (18.5.) zusammen als Demonstration zur ersten Station in Stade, wo sich aktuell ein LNG Terminal im Bau befindet. Über diverse Stationen geht es dann als angemeldete Demonstation mit einer entspannten Geschwindigkeit von 13 kmh bis ins Ende Gelände Klimagerechtigkeitscamp im Ruhrgebiet. Übernachtet wird in Hausprojekten und Solawis, die Tagestouren werden durchschnittlich 50km lang sein.
Weitere Infos und Anmeldung hier.

3. Spendenkampagne
Auf dem Camp im Ruhrgebiet kommt die Klimagerechtigkeitsbewegung neu zusammen und zeigt wie schlagkräftig sie noch immer ist.
Damit wir als Bewegung handlungsfähig bleiben und euch ein Camp mit tollen Programm und Workshops bieten können, sind wir auf eure Spenden angewiesen. Weitere Infos zu unserer Spendenkampagne folgen über Social Media und natürlich hier über den Newsletter. Wenn du up to date bleiben willst und fomo hast nicht mitzubekommen, was bei Ende Gelände gerade so abgeht: welche Aufrufe geteilt werden, welche Aktionen stattfinden und welche Termine in den nächsten Monaten anstehen, dann bleibe auf dem Newsletter. Falls du friends kennst, die noch nicht auf dem Newsletter sind, ist es jetzt der richtige Augenblick sich auf den Newsletter zu setzen und nichts mehr zu verpassen.

4. Camp Aufruf
🌍 Helfer*innen gesucht für unser Klimacamp!
Für unser bevorstehendes Klimacamp brauchen wir viele engagierte Hände, die uns beim Aufbau, Abbau und für Fahrten unterstützen. Gemeinsam schaffen wir die Infrastruktur für ein unvergessliches Klimacamp 2026!
🔧 Wobei wir Unterstützung brauchen:
- ⛺ Zelte auf- und abbauen
- 🚰 Wasseranschlüsse legen und Waschbecken aufbauen
- 🚐 Shuttle-Service fahren
- 🚚 Material transportieren
- Aufräumen & Abbau nach dem Camp
Egal ob du handwerklich fit bist oder mal Lust hast es auszuprobieren, einen Führerschein hast oder einfach motiviert bist mit anzupacken – jede Hilfe zählt!
📅 Zeitraum:
Aufbau: ab dem 23. Mai 2026 wird aufgebaut
Camp: 27.-31. Mai
Abbau: Ab dem 31. Mai bis ca. 2. Juni
Du kannst auch nur an einzelnen Tagen oder für bestimmte Aufgaben helfen.
✊ Warum mitmachen?
Weil echter Klimaschutz Menschen braucht, die anpacken.
Weil Gemeinschaft stark macht.
Weil wir gemeinsam zeigen: Eine andere Zukunft ist möglich.
👉 Melde dich bei uns unter: Helfen@ende-gelaende.org
oder trag dich direkt in unsere Helfer*innen-Liste ein.
Teile den Aufruf gerne weiter!
Gemeinsam machen wir das Camp möglich. 💚
Weitere Termine:
Aschaffenburg: 27. April 2026, : Mobivortrag
Berlin:
- 8. April, 18:00: Ortsgruppen Onboarding
- 10. April, 18:00: Power to the Future – Speakerstour des Movement Hub mit Debt4Climate, PowerShift und FragDenStaat
- 12. April: Aktionstraining
Dortmund: 24. April, 17:00: Ende Gelände Bündnistreffen 24.-26. April
Göttingen: 23. April, 17:00: Mobi-Vortrag zur Massenaktion
Hannover: 24. April, 16:30: Infovortrag zur Massenaktion
Lübeck: 9. April, 17:00: Infovortrag zur Massenaktion im Ruhrgebiet
Münster: 6. April, 19:00: Filmvorführung
Nürnberg:
- 12. April, 17:00: Ende Gelände Vortrag, offener Kneipenabend und Vernetzungstreffen
- 19. April: Aktionstraining
Wien: 15. April, 18:00: Mobivortrag von System Change
Würzburg: 16. April, 18:00: Mobiabend
Noch nichts in deiner Nähe? Melde dich bei mobi@ende-gelaende.org und organisiere den eigenes Event zur Massenaktion. Halte den Mobivortrag in deiner Politgruppe oder sprich mit deinen Freund*innen drüber. Die Mobi AG unterstützt euch gerne und stattet euch mit Mobimaterial aus. Schaut dazu auch auf der Website vorbei!