Ende
Gelände
2019


Kohle stoppen. Klima schützen.

Aktionskonsens 2019

Abweichende, spezifische Infos zur Lausitz-Aktion im Herbst 2019 werden hier nach und nach zusammengefasst.


Untenstehende Infos wurden für die Rheinland-Aktion im Sommer 2019 erstellt und sind nicht stets 1 zu 1 auf die Lausitz-Aktion 2019 übertragbar.

Der Aktionskonsens ist ein verbindlicher Rahmen dieser Ende Gelände Aktion. Viele Gruppen, Einzelpersonen und AGs haben ihn in einem kollektiven Prozess in offenen Plena über mehrere Monate erarbeitet und im Konsens beschlossen. Er ist uns deshalb sehr wichtig.

Der Aktionskonsens ist Voraussetzung dafür, dass die Ende Gelände Aktion für alle Teilnehmenden transparent und gut einzuschätzen ist; er vermittelt, dass wir auch in einer Aktion mit sehr vielen Menschen auf einander achten und uns unterstützen. Als Ende Gelände sagen wir, was wir tun und werden tun, was wir sagen. Alle Menschen, die sich dieser Vereinbarung anschließen, laden wir herzlich ein, sich an der Aktion von Ende Gelände zu beteiligen.

(Download als PDF)

Vom 19. bis 24. Juni 2019  werden wir, gemeinsam mit vielen Menschen, durch Aktionen des Zivilen Ungehorsams den reibungslosen Ablauf im Betrieb des Rheinischen Reviers mächtig durcheinander bringen. Wir setzen damit ein Zeichen gegen den weiteren Abbau und die Verbrennung von Kohle, eine der entscheidenden Ursachen für die globale Klimaerwärmung und ihre dramatischen Folgen. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise halten wir es für notwendig und angemessen, einen Schritt weiter zu gehen: vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsam.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten nach dem Vorbild der erfolgreichen Ende Gelände-Blockaden von 2015 bis 2018. Ob aktionserfahren oder nicht, alle sollen teilnehmen können: Wir werden technische Infrastruktur wie beispielsweise Schienen, Zufahrten oder Bagger blockieren. Damit wir unsere Blockade bequem gestalten können, werden wir in der Blockade z.B. Strohsäcke mit uns führen.

Über das Ende der Blockade wird in Absprache mit den Supportstrukturen und dem Deligiertenplenum entschieden. Wenn Kleingruppen die Blockade darüber hinaus mit oder ohne Hilfsmittel (z.B. Lock-Ons) aufrecht erhalten wollen, entscheiden einzelne EG- und Support-Strukturen, ob und wie sie diese weiterhin unterstützen können.

Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten; wir gefährden keine Menschen. Wir werden mit unseren Körpern blockieren und besetzen; es ist nicht das Ziel, Infrastruktur zu zerstören oder zu beschädigen. Wir werden uns nicht von baulichen Hindernissen aufhalten lassen. Absperrungen von Polizei oder Werkschutz werden wir durch- oder umfließen. Unsere Aktion wird ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit vermitteln. Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Arbeiter*innen von RWE, die von RWE beauftragten Firmen oder die Polizei. Die Sicherheit der teilnehmenden Aktivist*innen, der Arbeiter*innen und aller Beteiligten hat für uns oberste Priorität. Wir bereiten uns gut auf einen sicheren Weg zu unseren Aktionsorten vor.

Wir kommen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für das Gelingen der Aktion. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen. Mit Aktionstrainings im Vorfeld werden wir uns gemeinsam auf die Blockade vorbereiten
Wir sind solidarisch mit allen, die Widerstand leisten gegen die Klimazerstörung durch Kohlekraftwerke und gegen die sozialen und ökologischen Folgen fossiler Energieversorgung. Wir stellen uns entschieden gegen alle Versuche, den Widerstand gegen den Kohleabbau für reaktionäre oder nationalistische Ziele zu missbrauchen